Trauer um ein Haustier

Für viele Menschen gehören Tiere zur Familie, und der Tod eines geliebten Haustieres ist ein großer Verlust. Manchmal ist eine Katze oder ein Hund über viele Jahre der Lebenspartner eines allein lebenden Menschen gewesen, jetzt fehlt die Ansprache, das weiche Fell, das regelmäßige Gassigehen, die Aufgabe, sich um das Tier zu kümmern. Oder es sind Kinder in der Familie, die sehr um ihre geliebte Fellnase trauern.

Ein Freund fehlt. Wie sehr, das können Menschen, die keine Tiere haben, vielleicht gar nicht nachvollziehen. Auch die Trauer um ein Tier braucht Raum, braucht Worte.
Unser geliebter Kater Camillo war lange Jahre Familienmitglied. Es gibt immer noch Momente, wo er mir sehr fehlt. Auch wenn er manchmal eine schreckliche Nervensäge war, z.B. mitten in der Nacht, wenn er unbedingt rausgelassen werden wollte. 18 Jahre hat er alt werden dürfen, ein gutes Alter für einen Freigänger. Ich bin mir sicher, es war ein glückliches Katzenleben.

Unser schwarz-weißer Kater Kamillo


Ein Besuch auf dem Tierfriedhof Nürnberg

Es hat mich sehr berührt, wie liebevoll gepflegt die Gräber für Kitty und Bello, für Mäxchen und Struppi sind. Das erzählt von der Liebe ihrer Frauchen und Herrchen. Der Tierfriedhof in Nürnberg ist genau gegenüber vom Tierheim in der Stadenstraße.

Tier-Trauerfeier

Auf Wunsch gestalte ich gerne eine kleine Trauerfeier für Ihr Tier. Dies kann auf dem Tierfriedhof in Nürnberg zusammen mit der Beisetzung sein oder auch an einem Ort Ihrer Wahl, dann möglicherweise ohne Beisetzung, je nach den rechtlichen Gegebenheiten. Fragen Sie mich dafür gerne an.
Sie können die Urne Ihres Tieres auch mit nach Hause nehmen und zuhause einen schönen Platz dafür richten.

Links:
Tierkrematorium von Anubis in Lauf an der Pegnitz
Tierkrematorium von Familie Lutz in Schwäbisch-Hall

Bild von Hündin Susi


Kinder und ihre Trauer um Haustiere

Wenn ein Haustier stirbt, ist das oft der erste Kontakt von Kindern zum Tod. Das Meerschweinchen, der Kanarienvogel, der Hase… Und natürlich wollen Sie als Eltern Ihrem Kind Schmerz und Trauer ersparen. Da könnte vielleicht der Gedanke kommen: wenn wir jetzt den Vogel oder das Meerschweinchen schnell durch ein neues Tier ersetzen, dann merkt unsere Tochter / unser Sohn das bestimmt gar nicht. Nichts wäre verständlicher – und nichts wäre falscher. Denn der Tod gehört zum Leben. Das begreifen Kinder oft sogar besser als Erwachsene. Vielleicht kennen Sie das wunderbare Kinderbuch „Die besten Beerdigungen der Welt“?
Am wichtigsten ist es, dass Sie die Gefühle der Kinder wahrnehmen und annehmen, dass Sie für Fragen da sind und auch zugeben, wenn Sie etwas nicht wissen. Sie können Vorschläge machen, z.B. „wollen wir für Hansi einen schönen Stoff aussuchen und ein paar Blumen pflücken. Dann können wir ihn im Garten beerdigen…“ So lernen Kinder, dass sie traurig sein dürfen, dass ihre Gefühle und Gedanken ernst genommen werden. Sie lernen auf eine zarte Weise, was „tot sein“ bedeutet, wie Erinnerung lebendig gehalten werden kann und was für Rituale wir Menschen haben, um mit Tod und Trauer umzugehen.

Auf leisen Pfoten kommen sie wie Boten der Stille, und sacht, ganz sacht, schleichen sie in unser Herz und besetzen es für immer mit aller Macht. (Eleonore Gualdi)

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